Mit einer beeindruckenden Eröffnungsfeier im Teddy-Kollek-Stadion in Jerusalem wurden die größten jüdischen Sportspiele der Welt offiziell eröffnet. Internationale Künstlerinnen wie die US-amerikanische Sängerin Montana Tucker und Eurovision-Gewinnerin Netta Barzilai sorgten für einen spektakulären Rahmen. Für die rund 170 Athletinnen, Athleten und Offiziellen von MAKKABI Deutschland stand jedoch vor allem der gemeinsame Einmarsch ins Stadion im Mittelpunkt – ein emotionaler Moment, der vielen noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Als größte europäische Delegation setzte MAKKABI Deutschland bereits beim Einzug ein eindrucksvolles Zeichen. Zunächst marschierte das Team unter einem Meer aus schwarz-rot-goldenen Fahnen ins Stadion ein. Auf ein gemeinsames Kommando entfaltete sich inmitten der Delegation eine große Israelflagge. Diese Choreografie machte sichtbar, wofür MAKKABI Deutschland steht: für Gemeinschaft durch Sport, die enge deutsch-israelische Freundschaft und ein selbstbewusst gelebtes jüdisches Leben.
Gerade vor dem historischen Hintergrund besitzt dieser Moment eine besondere gesellschaftliche Bedeutung. Mehr als 80 Jahre nach dem Ende des Nationalsozialismus repräsentiert MAKKABI Deutschland das demokratische Deutschland bei den größten jüdischen Sportspielen der Welt. Der Einmarsch mit den deutschen Nationalfarben und dem Davidstern auf der Brust steht für ein selbstverständliches jüdisches Leben in Deutschland – sichtbar, selbstbewusst und stolz. Angesichts des zunehmenden Antisemitismus setzt die Delegation damit zugleich ein klares Zeichen: Jüdinnen und Juden sind ein fester Teil der deutschen Gesellschaft und des deutschen Sports und lassen sich weder aus der Öffentlichkeit noch aus dem Sport verdrängen.
„Der Einmarsch unserer Delegation ins Teddy-Kollek-Stadion in Jerusalem war ein Moment, den viele von uns nie vergessen werden. Gerade in dieser Zeit ist die Maccabiah weit mehr als das größte jüdische Sportereignis der Welt. Sie ist ein sichtbares Zeichen für Zusammenhalt, Hoffnung und die Stärke der weltweiten jüdischen Gemeinschaft. Unsere Athletinnen und Athleten repräsentieren Deutschland mit Stolz und stehen zugleich für ein selbstbewusstes jüdisches Leben, für Vielfalt und für die verbindende Kraft des Sports“, sagt Alon Meyer, Präsident von MAKKABI Deutschland.
Die diesjährige Maccabiah besitzt eine besondere Bedeutung. Nach der Verschiebung der Spiele im vergangenen Jahr, Monaten der Unsicherheit und der weiterhin angespannten Sicherheitslage ist ihre Eröffnung weit mehr als der Beginn eines internationalen Sportwettbewerbs. Sie ist ein starkes Zeichen dafür, dass jüdisches Leben und jüdischer Sport sichtbar bleiben und sich nicht verdrängen lassen. Makkabäerinnen und Makkabäer aus aller Welt kommen in Israel zusammen – verbunden durch ihre gemeinsame Identität, ihre Werte und ihre Leidenschaft für den Sport.
„Nach allem, was in den vergangenen Monaten passiert ist, war dieser Einlauf für unsere Delegation ein unglaublich bewegender und einender Moment. Aber jetzt beginnt der sportliche Teil – und genau darauf haben unsere Athletinnen und Athleten hingearbeitet. Wir sind hier, um starke Leistungen zu zeigen. Wir wollen erfolgreich sein, wir wollen Medaillen holen und wir wollen als Team Deutschland bei dieser Maccabiah sportlich überzeugen“, sagt Alfi Goldenberg, Vizepräsident Sport von MAKKABI Deutschland.
Nach dem emotionalen Auftakt richtet sich der Blick nun auf die Wettkämpfe. Der erste Wettkampftag begann bereits erfolgreich: Die deutschen Basketball-Junioren feierten einen überzeugenden Auftaktsieg gegen Mexiko. In den kommenden Tagen wird MAKKABI Deutschland fortlaufend über sportliche Erfolge, besondere Begegnungen und bewegende Momente der deutschen Delegation aus Israel berichten.

Fotos: Robert Poticha & Jessica Brauner





