FAQ

Die am häufigsten gestellten Fragen

Maccabi

Maccabi ist eine weltweite jüdische Jugendbewegung, die der Förderung des Amateursports sowie kulturellen oder sozialen Tätigkeiten und der Freizeitgestaltung gewidmet ist. Mit ihrem Tätigkeitsprogramm strebt sie danach, in der jüdischen Jugend Verständnis für die geistigen Werte des jüdischen Glaubens und eine höhere Wertschätzung des jüdischen kulturellen und nationalen Erbes zu entwickeln.
In Anerkennung seines jahrzehntelangen Beitrages zur Förderung des Wettbewerbsports wurde der Maccabi Weltverband (Maccabi World Union) – die Dachorganisation der Maccabi Verbände weltweit – bereits 1960 vom Internationalen Olympischen Komitee als eine “Internationale Sport-Vereinigung von Olympischem Rang” eingestuft. Die einzige andere Körperschaft, die solchermaßen geehrt wurde, ist die Internationale Studentensport Organisation.
Die Beliebtheit von Maccabi in den Reihen jüdischer Jugendlicher beruht sowohl auf dem unpolitischen und unparteiischen Charakter der Bewegung, als auch auf der Vielfalt der Angebote für Maccabi-Mitglieder. Oftmals wird Maccabi auch als „Die erste jüdische Jugendorganisation der Welt“ angesehen.

In das Wahrzeichen der Bewegung in der Form eines “Magen Davids” (Schild Davids) sind 4 hebräische Buchstaben eingeschlossen: Mem, Kaf, Beit und Yud, die (ohne Vokale) als Maccabi (oder Makkabi) ausgesprochen und buchstabiert werden.
Es gibt verschiedene Versionen über die Herkunft dieses Namens, allgemein wird er vom Namen einer Priesterfamilie abgeleitet, die im Jahr 170 vor Christus das Signal für den Aufstand gegen den syrischen Tyrannen Antiochus gegeben haben soll. Die Armee des Syrerkönigs war in das Land Israel eingefallen, hatte den Heiligen Tempel entweiht, das jüdische Volk versklavt und verboten, die jüdische Religion und Tradition zu wahren.
Der Vater jener Maccabi-Familie, der Priester Mattathias, hatte mehrere Söhne. Der Tapferste von ihnen hieß Yehuda, seither bekannt als “Yehuda Ha’ Maccabi”. Obwohl sie dem Heer der Eindringlinge zahlenmäßig weit unterlegen waren, zogen er und seine Brüder den Tod im Kampf der Kapitulation vor.
Die Geschichte ihres verzweifelten aber mutigen Kampfes für Gewissens- und Religionsfreiheit hat die Zeiten überdauert und ist in der zivilisierten Welt zur Legende geworden. Ihre Taten wurden eine Quelle der Begeisterung für viele Generationen von Juden in den folgenden Jahrhunderten.

Die Gründung von Makkabi ist eng mit der Diskriminierung aus religiösen oder rassistischen Gründen in den späten Jahren des 19. Jahrhunderts und der unbarmherzigen Verfolgung in den Progromen zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Europa verbunden:
Juden mit Gemeinschaftssinn sahen sich veranlasst, eine Bewegung zu gründen, die die Körpererziehung der jüdischen Jugend zum Ziel hatte – damit diese leistungsfähig werden, um sich im Notfall verteidigen zu können.
Vor 1917 waren deswegen Maccabi-Clubs in ganz Europa (einschließlich des zaristischen Russlands) zu finden, und in späteren Jahren gab es sie in jedem Kontinent der Welt, wo jüdische Gemeinden verhältnismäßig frei von Unterdrückung waren. 1921 wurde eine gemeinsame Weltorganisation gegründet, die Maccabi World Union (MWU) mit Sitz in Berlin.
Mit der Ausbreitung des Kommunismus wurden die Maccabi-Clubs aus allen Gebieten verbannt, die unter den Einfluss Sowjetrusslands gerieten. Von der Machtergreifung des Naziregimes in Deutschland 1933 an wurden die Maccabi-Clubs allmählich geschlossen und viele tausende Mitglieder verschwanden während des Infernos. Wahrend des Zweiten Weltkriegs wurde eine große Anzahl von Maccabi-Clubs in Deutschland, Österreich und der Tschechoslowakei mit all ihren Anlagen für Sport in der Halle und im Freien geschlossen und ihr Besitz beschlagnahmt. Klubs in Rumänien, Bulgarien, Jugoslawien, Ungarn, Polen, Litauen, Lettland und Estland erlitten das gleiche Schicksal.
Schritt für Schritt wurden und werden Maccabi-Clubs nach Ende des Zweiten Weltkriegs, nach dem Fall des Eisernen Vorhangs und weiterer politischer Veränderungen in allen Teilen der Welt wieder gegründet oder ganz neu ins Leben gerufen.

Von 1921 bis 1935 hatte das Hauptquartier die Maccabi Wordl Union (MWU) ihren Sitz in Berlin. Wegen der Unterdrückungsmaßnahmen des Naziregimes musste das Hauptquartier nach London verlegt werden, wo es bis 1946 blieb. Dann wurde es nach Palästina übersiedelt, das zu jener Zeit unter britischem Mandat war. Heute hat das Hauptquartier seinen Sitz in Ramat Gan, Israel, auf dem Gelände des Maccabi Dorfes.
Die MWU  besteht aus kontinentalen Vereinigungen, denen Länderorganisationen beigeordnet sind. Jede Länderorganisation hat eine Verfassung, die den örtlichen Gegebenheiten angepasst ist, jedoch vollständig mit den Zielen der MWU zu vereinbaren ist. Jede Länderorganisation genießt völlige Selbständigkeit, vorausgesetzt, dass ihre Tätigkeiten mit der MWU-Verfassung konform ist.
Eine Länderorganisation wird von einer gewählten nationalen Delegiertenversammlung verwaltet. Diese ist normalerweise im Vorstand der Konföderation vertreten, zu der sie gehört. Jede Konföderation ist in der Welt-Exekutive mit einer bestimmten Anzahl an Mitgliedern vertreten. Die Mitglieder der Welt-Exekutiven werden im Rhythmus von vier Jahren vom Maccabi Welt-Kongress gewählt.
Aktuell sind in der MWU mehr als 400.000 Mitglieder weltweit organisiert (Stand: Juni 2013).

Das Maccabi Dorf in Ramat Gan ist eine der größten Leistungen der MWU und gleichzeitig ein wichtiger materieller Besitz. Es wurde 1953 gegründet und hat sich seither zu einem großen Komplex entwickelt. Er besteht aus Sporthallen, mehreren Schwimmbecken, Tennisanlagen, einem Basketballfeld, einem Klubhaus und auch aus einer Anzahl von Gebäuden zur Unterbringung von Jugendgruppen und Touristen.
Das Maccabi Dorf verdankt seine Erschaffung der Idee, die Teilnehmer an einer Maccabiah auf einem Gelände unterzubringen – analog zu den Olympischen Dörfern.
Als die Wohnmöglichkeiten des Maccabi Dorfes ursprünglich geplant wurden, rechnete niemand damit, dass die Zahl der ausländischen Teilnehmer an der Maccabiah mehr als 500 betragen würde. Somit wurde im Laufe der Zeit der Anbau weiterer Häuserkomplexe und auch die Unterbringung von Athleten außerhalb des Maccabi Dorfes notwendig.

Viele Teilnehmer an der Maccabiah wurden von ihrem Anfangserfolg so ermutigt, dass sie nach ihrer Rückkehr aus Israel ihr Training verstärkten und ein so hohes Leistungsniveau erreichten, dass sie ihre Länder in internationalen Wettbewerben vertreten konnten. So ist die Maccabiah für viele junge Männer und Frauen ein Sprungbrett zu Weltmeisterschaften oder Olympischen Spielen geworden.
Wahrend der Maccabiah ersteht ein Geist des Zusammenhalts, sowohl auf dem Sportfeld als auch außerhalb davon. Die Anwesenheit von rund 10.000 jüdischen Sportlern in Israel und ihre Teilnahme an den Spielen fördern ein Gefühl der Einigkeit ohne Ansehen der Nationalität, Sprache oder Hautfarbe. Es steigert auch das Gefühl der Zugehörigkeit zum jüdischen Volk – einem Volk, das in dem Land seiner Vorfahren zusammentrifft.
Viele Athleten lernen Israel während der Maccabiah zum ersten Mal kennen. Sie nehmen die Erinnerung an glückliche Tage mit sich, die sie zwischen ihren jüdischen Brüdern, jungen Israelis und guten Sportlern verbracht haben. MWU-Präsident Pierre Gildesgame, hat einst den Satz geprägt: “Die Maccabiah ist der erste Schritt zur Aliyah.”
Tatsächlich haben sich manche früheren Teilnehmer an der Maccabiah in Israel verliebt und haben sich seit später dort angesiedelt. Ein vormaliger Ehrenpräsident der MWU, der verstorbene Lord Nathan, fasste seine Eindrücke zusammen, nachdem er der Maccabiah 1953 beigewohnt hatte: “Ich bin niemals stolzer darauf gewesen, ein Brite oder ein Jude zu sein.”

Modiin – das Dorf, in dem die Maccabi-Priester lebten, kämpften und begraben wurden – ist zu einem Ziel für die Pilgerfahrten israelischer Maccabi-Jugendlicher geworden, ebenso wie für die Maccabi-Besucher aus dem Ausland.
Die von Läufern getragene Fackel, die die Eröffnungszeremonie der Maccabiah anzeigt, und die auch bei dem jährlichen Chanukka-Staffellauf brennt, der in Israel ausgetragen wird, wird der Tradition folgend in Modiin entzündet, um uns an die heldenhaften Taten der alten Maccabäer zu erinnern.

Sport

Im Laufe der Zeit hat die Einführung des Körpertrainings bei der jüdischen Jugend durch die Maccabi-Bewegung ein natürliches Verlangen nach sportlichen Wettbewerben ausgelöst. Die Maßstäbe, die im Laufe der Jahre durch nationale und internationale Meisterschaften gesetzt worden waren, von den Olympischen Spielen gar nicht zu reden, waren zu hoch für die Maccabi-Amateursportler.
Frühe Gymnastikvorführungen, an denen Gruppen von Maccabi-Mitgliedern aus ganz Europa teilnahmen, gaben Anlass zu dem Gedanken, diese Wettbewerbe auf einer viel breiteren Grundlage durchzuführen. Zwischen den beiden Weltkriegen fanden mehrere Internationale jüdische Sportfeste in europäischen Städten statt, z. B. in Prag und Antwerpen. Sie waren in den frühen Tagen als “Maccabiaden” (wie Olympiaden) bekannt. Der hebräische Plural für die heutigen “Maccabiah-Spiele” ist ,,Maccabioth”.
Die erste Maccabiah unter Teilnahme von 23 Ländern wurde 1932 in Tel-Aviv abgehalten. Die zweite, an der 27 Länder teilnahmen, fand 1935 in Tel-Aviv statt, zu einer Zeit als der verstorbene Lord Melchett Präsident der Bewegung war. Dies bahnte den Weg für spätere in Israel abzuhaltende Spiele. Die dritten Spiele sollten auch in Palästina im Jahre 1939 abgehalten werden, aber wegen des Zweiten Weltkrieges mussten sie bis 1950 verschoben werden – diese waren dann die ersten, die im Staat Israel stattfanden. 1953, drei Jahre später, wurde die vierte Maccabiah abgehalten. Seither werden die Maccabioth regelmäßig alle 4 Jahre veranstaltet und die Zahl der Wettkämpfer und der auf dem Programm stehenden Wettbewerbe wächst ständig.
Die 19. Maccabiah findet 2013 statt, vom 17. – 30. Juli.
Die dritte Maccabiah 1950 machte Geschichte, nicht nur weil sie zum Vorläufer der Spiele wurde, die seither in Israel abgehalten werden, sondern auch weil die MWU sich entschlossen hatte, die jüdischen Sportler aller Nationen zum ersten “Welt-Festival des Jüdischen Sports”, das auf dem Boden Israels abgehalten wurde, einzuladen, gleich ob sie Mitglieder von Maccabi-Clubs waren oder nicht. Diese Entscheidung wurde aufrecht erhalten und hat sich als außerordentlich nützlich erwiesen, indem dadurch eine ständig wachsende Zahl jüdischer Athleten aus aller Welt angezogen wird. Unter Ihnen sind einige hervorragende Sportler und Sportlerinnen, die auch bei Olympischen Spielen teilnehmen.

Die Maccabiah richtet sich nach dem Vorbild der Olympischen Spiele, unterscheiden sich jedoch in vieler Hinsicht. Die Olympischen Spiele werden im Abstand von vier Jahren in verschiedenen Städten der Welt abgehalten, unter der Schirmherrschaft und größtenteils auch auf Kosten des Gastgeberlandes. Die Maccabiah-Spiele finden ausschließlich in Israel statt und nur jüdische Sportler und Sportlerinnen diverser Nationalitäten können daran teilnehmen.
Getreu den olympischen Idealen steht auch die Maccabiah nur Amateuren offen, deren wichtigstes Ziel es ist, daran teilzunehmen, und nicht, um Medaillen zu gewinnen. Das Fanal ist und wird es immer bleiben: “In Einigkeit zur Ehre des Judentums und zum Ruhm des Sports.”
Die Teilnahme an den Maccabiah-Spielen ist zum begehrten Ziel jedes jüdischen Sportlers und jeder Sportlerin, der Medaillengewinn zum Kennzeichen bemerkenswerter Leistung geworden.

Viele Teilnehmer an der Maccabiah wurden von ihrem Anfangserfolg so ermutigt, dass sie nach ihrer Rückkehr aus Israel ihr Training verstärkten und ein so hohes Leistungsniveau erreichten, dass sie ihre Länder in internationalen Wettbewerben vertreten konnten. So ist die Maccabiah für viele junge Männer und Frauen ein Sprungbrett zu Weltmeisterschaften oder Olympischen Spielen geworden.
Wahrend der Maccabiah ersteht ein Geist des Zusammenhalts, sowohl auf dem Sportfeld als auch außerhalb davon. Die Anwesenheit von rund 10.000 jüdischen Sportlern in Israel und ihre Teilnahme an den Spielen fördern ein Gefühl der Einigkeit ohne Ansehen der Nationalität, Sprache oder Hautfarbe. Es steigert auch das Gefühl der Zugehörigkeit zum jüdischen Volk – einem Volk, das in dem Land seiner Vorfahren zusammentrifft.
Viele Athleten lernen Israel während der Maccabiah zum ersten Mal kennen. Sie nehmen die Erinnerung an glückliche Tage mit sich, die sie zwischen ihren jüdischen Brüdern, jungen Israelis und guten Sportlern verbracht haben. MWU-Präsident Pierre Gildesgame, hat einst den Satz geprägt: “Die Maccabiah ist der erste Schritt zur Aliyah.”
Tatsächlich haben sich manche früheren Teilnehmer an der Maccabiah in Israel verliebt und haben sich seit später dort angesiedelt. Ein vormaliger Ehrenpräsident der MWU, der verstorbene Lord Nathan, fasste seine Eindrücke zusammen, nachdem er der Maccabiah 1953 beigewohnt hatte: “Ich bin niemals stolzer darauf gewesen, ein Brite oder ein Jude zu sein.”

Bei internationalen Wettkämpfen wie der Maccabiah sind nur jüdische Sporter zugelassen. Daher müssen auch unsere Sportler jüdisch sein. Du kannst uns aber gerne ehrenamtlich auf solchen und anderen Großevents unterstützen. Melde dich dafür unter “Aktiv werden” > “Wir suchen dich” bei uns. Wir freuen uns auf dich!

Judentum

Ja, bei jedem Event gibt es selbstverständlich die Möglichkeit, den Schabbat zu halten.

Das hebräische Wort ,,Chanukkah” bedeutet Weihe. In diesem Zusammenhang bezieht es sich auf die Weihe des Tempels, die seiner Entweihung folgte. Chanukkah erinnert an den Kampf der kriegerischen Maccabi-Priester und das traditionelle Anzünden der Chanukka-Kerzen erinnert an die Legende von dem kleinen Kännchen gefüllt mit reinem Öl, das im Tempel gefunden wurde und nur für einen Tag ausreichte. Doch durch ein Wunder brannte die Menora 8 Tage lang.
Seither wird Chanukka 8 Tage gefeiert. Die Legende vom Öllämpchen symbolisiert den unvergleichlichen Mut, die Ausdauer und das Heldentum einer Handvoll Verteidiger Jerusalems.
Daher wird Chanukka als jährliches Maccabi-Gedenkfest mit Paraden und unter großem Aufwand gefeiert, wo immer sich Maccabi-Clubs befinden.

Sonstiges

Selbstverständlich bieten wir auch über den Sport hinaus verschiedene Angebote, Veranstaltungen und Aktivitäten an, bei denen jeder mitmachen kann. Unser Team stellt sich zusammen aus Physios, Ärzten, Volunteers, Foto- und Videografen und vielen weiteren Helfern. Melde dich dafür unter “Aktiv werden” > “Wir suchen dich” bei uns.

Leider kommt es auf unseren Sportplätzen immer wieder zu Anfeindungen, denen wir mit Präventionsmaßnahmen versuchen entgegenzuwirken. Die Sicherheit aller Teilnehmer bei jeder Veranstaltung oder jedem Lehrgang hat bei uns oberste Priorität. Wir stellen stets sicher, dass diese zu jeder Zeit und fortwährend gewährleistet ist.

Ein freiwilliges soziales Jahr (FSJ) bieten wir zwar nicht an, dafür aber einen Bundesfreiwilligendienst (BFD). Auch das BFD hat denselben Stellenwert wie ein FSJ, nur die Aufgabenverteilung unterscheidet sich je nach Einsatzmöglichkeiten. Wir freuen uns über aussagekräftige Bewerbungen an:

bewerbung@makkabi.de.

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