128 Medaillen! Eine historische Maccabiah für Deutschland

MAKKABI Deutschland News

Die Maccabiah 2026 in Israel ist für MAKKABI Deutschland mit einem historischen sportlichen Erfolg zu Ende gegangen. Die deutsch-jüdische Delegation gewann so viele Medaillen wie nie zuvor bei einer Maccabiah: insgesamt 128 Medaillen – darunter 20 Gold-, 33 Silber- und 75 Bronzemedaillen! 

Besonderheit bei den Sportarten Golf, Judo, Triathlon und Tischtennis: Jeder Sportler und jede Sportlerin, die für MAKKABI Deutschland in diesen Sportarten angetreten ist, hat eine Medaille gewonnen! Besonders herausragend präsentierte sich erneut die Tischtennisabteilung. Katharina Michajlova gewann in jeder Disziplin, in der sie antrat, Gold – insgesamt vier Mal. Nochmal mehr Medaillen konnte die Schwimmerin Beatrice Feicht erkämpfen: Insgesamt stand sie sechs Mal auf dem Siegertreppchen! MAKKABI Deutschland ist besonders stolz auf den generationenübergreifenden Erfolg: David Poslavski und Yaron Vetter, beide Jahrgang 2013, sind die jüngsten Medaillengewinner der Delegation. Der älteste deutsche Makkabäer auf dem Siegerpodest ist der Tischtennisspieler Aleksandr Petuhovskij (Jahrgang 1951).  

Eine besondere Ehre abseits des Sportplatzes war eine Einladung in die Deutsche Botschaft in Israel durch die stellvertretende Botschafterin Frau Merks. Der Austausch vor Ort zeigte erneut die enge Verbundenheit zwischen der Bundesregierung und dem deutsch-jüdischen Sport, die keinesfalls selbstverständlich ist.  

„Gerade im Austausch vor Ort mit den Delegationen aus aller Welt wurde uns erneut klar, wie froh wir über die breite Unterstützung unserer Bundesregierung sein können. Es erfüllt uns mit unheimlichem Stolz, dass wir unser Land als Makkabäer mit Leidenschaft, Teamgeist und sportlicher Existenz vertreten und somit auch etwas zurückgeben konnten.“ sagt Alon Meyer, Präsident von MAKKABI Deutschland. 

Gerade in diesem Jahr wurde deutlich: Die Maccabiah ist weit mehr als ein sportlicher Wettbewerb. Sie ist ein Ort jüdischer Stärke, weltweiter Verbundenheit und gelebter Erinnerung. Abseits des sportlichen Wettbewerbs nutzte die Delegation die Möglichkeit sich vor Ort mit dem Überfall der Hamas auf Israel am 07. Oktober 2023 zu beschäftigen. Teil der Reise war ein Besuch im Süden Israels, an jenen Orten, die am sogenannten Schwarzen Schabbat in den frühen Morgenstunden von der Hamas überfallen wurden. Gemeinsam mit weiteren Delegationen der Maccabi World Union reiste die gesamte deutsche Delegation in den Süden des Landes und besuchte unter anderem das Gelände des Nova Festivals – ein Musikfestival, das von den Terroristen der Hamas gezielt angegriffen wurde. Für alle Beteiligten war dieser Besuch tief bewegend. Im direkten Kontakt mit Überlebenden wurde gemeinsam erinnert und getrauert.  

Neben den Medaillen, auf die MAKKABI Deutschland mit großem Stolz blickt, nimmt die Delegation auch diese Eindrücke mit zurück nach Deutschland. Sichtlich bewegt zeigte sich auch Präsident Alon Meyer: „Diese Eindrücke verpflichten uns. Die Namen der Ermordeten dürfen genauso wenig vergessen werden wie ihre Geschichten und Schicksale. Genau das setzen wir dem Vernichtungswillen islamistischer Terroristen entgegen. Sie wollten jüdisches Leben auslöschen. Wir sorgen dafür, dass die Erinnerung bleibt, dass jüdisches Leben sichtbar bleibt und dass diese Menschen nicht vergessen werden. Diesen Beitrag werden wir als MAKKABI Deutschland leisten.“ 

Die deutschen Makkabäer kehren von einer Maccabiah zurück, die sportlich historisch war und zugleich weit über den Sport hinauswirkt. Der Austausch mit jüdischen Sportlern und Sportlerinnen aus aller Welt hat der Delegation gerade in diesen schweren Zeiten viel Kraft gegeben. Zwei Wochen lang selbstbewusst, sichtbar und offen jüdisch zu sein und zugleich Deutschland vertreten zu dürfen, war für viele Teilnehmende eine besondere Erfahrung. Nun gilt es die Stärke aus diesem Zusammenhalt mit nach Deutschland zu nehmen – als Kraftquelle für den Alltag in den Vereinen, Teams und Gemeinden. MAKKABI CHAI! 

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