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Gehen, um zu erinnern …

MAKKABI Deutschland News

Eine Begegnung mit dem Holocaust- und Olympia-Attentat-Überlebenden Shaul Ladany anlässlich des Jahrestags der Novemberpogromnacht

Nächste Woche, jährt sich die Reichspogromnacht vom 09.11.1938 zum 84. Mal. Die Nationalsozialisten ermordeten allein in der Nacht vom 9. auf den 10. November mindestens 400 Juden. Im Zuge der Reichspogromnacht wurden mehr als die Hälfte der Synagogen in Deutschland niedergebrannt und zerstört. Am darauffolgenden Tag wurden im gesamten Deutschen Reich über 30 000 Juden in die deutschen Konzentrationslager deportiert.

Gehen, um zu erinnern …

Auch 84 Jahre nach den Pogromen dürfen wir die antisemitische Gewalt des NS-Regimes niemals vergessen. Denn leider ist der Judenhass in Deutschland noch immer kein Teil der Vergangenheit, sondern alltäglich. Die Hanns-Seidel-Stiftung und MAKKABI Deutschland gedenken gemeinsam und betonen: Jüdisches Leben hat in Deutschland einen festen Platz- Antisemitismus darf jedoch keinen Platz erhalten.

Um am Jahrestag ein würdiges und ehrenvolles Gedenken zu ermöglichen, lädt die Hanns-Seidel-Stiftung in Kooperation mit MAKKABI Deutschland zu einem Mittagsgespräch ein. Moderiert von Dr. Stefan Meining (ARD, report München), wird Prof. Dr. Shaul Ladany über sein Leben, sein Überleben, sein Gehen und seinen Auftrag berichten.

Stattfinden wird die Veranstaltung am:

9. November 2022

12:00 bis 13:30 Uhr

Hanns-Seidel-Stiftung

Konferenzzentrum München

Lazarettstr. 33

80636 München

Shaul Ladany wurde im Alter von nur acht Jahren im Jahr 1944 in das Konzentrationslager Bergen-Belsen deportiert. Er gehörte zu der Minderheit jener jüdischen Gefangenen, die aufgrund Verhandlungen schweizerischer und ungarischer jüdischer Organisationen gerettet wurden und in die Schweiz ausreisen durften.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs emigrierte Ladany nach Israel und wurde ein renommierter Wissenschaftler und herausragender Sportler. In der Disziplin „Gehen“ nahm an den Olympischen Spielen in München teil und überlebte den antisemitischen Anschlag der palästinensischen Terrorgruppe „Schwarzer September“ auf die israelische Mannschaft am 5. September 1972. Bis heute läuft er jeden Tag- und legt Zeugnis ab über das, was geschehen ist, und über das, was durch sein Überleben zum Lebensthema geworden ist: Toleranz und Menschlichkeit.

Bei den European MAKKABI Games in Budapest lief Ladany den Triathlon mit. Wir freuen uns den Sportler und Zeitzeugen des Jahrhunderts, Shaul Ladany in München begrüßen zu dürfen.

Markus Ferber, MdEP, Vorsitzender der Hanns-Seidel-Stiftung:

„Als Hanns-Seidel-Stiftung ist es uns ein großes Anliegen, am Tag der Erinnerung an die Reichspogromnacht von 1938 mit der Einladung des ‚doppelten Überlebenden‘ Shaul Ladany ein starkes Zeichen für Toleranz und Menschlichkeit zu setzen. Dies gilt umso mehr, als der Antisemitismus in Deutschland aktuell wieder bedrohlich an Raum gewinnt.”

Alon Meyer, Präsident von MAKKABI Deutschland:

„Es ist für uns eine große Ehre, unseren Freund Shaul Ladany erneut in Deutschland begrüßen zu dürfen, und das an einem ganz besonderen Tag, dem Jahrestag der Reichspogromnacht. Wir freuen uns, dazu beitragen zu können, dass immer mehr Menschen seine Lebensgeschichte hören. Gerade in einer Zeit, in der antisemitische Ressentiments in Deutschland wieder stark ansteigen, sind die Berichte der Überlebenden wichtiger denn je.“

Gehen, um zu erinnern …
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