Petition zur Ehrung von Albert Richter und Ernst Berliner

MAKKABI Deutschland News

In Köln hat sich vor kurzem unter der Federführung von Reinhold Goss, Michael Hokkeler, Andreas Hupke und Roland Schüler eine Initiative zur Ehrung der Kölner Radrennfahrer Albert Richter und Ernst Berliner gebildet.

Albert Richter wurde 1912 in Köln geboren und war einer der erfolgreichsten Radrennfahrer der zwanziger und dreißiger Jahre. Er war überzeugter Gegner des Nationalsozialismus, hielt zu seinem jüdischen Manager Ernst Berliner und weigerte sich bei internationalen Wettkämpfen das Hakenkreuz zu tragen. Am 31. Dezember 1939 reiste er in die Schweiz und schmuggelte in den Reifen seines Rads 12.700 Reichsmark für einen jüdischen Freund. Bei einer Durchsuchung wurde das Geld gefunden, Richter wurde verhaftet und am 3.1.1940 von seinem Bruder tot in seiner Zelle gefunden. Als offizielle Todesursache wurde Suizid angegeben.

Ernst Berliner wurde 1891 in Köln geboren. Nach seiner aktiven Laufbahn arbeitete er als Manager und betreute die besten Radsportler Kölns, damals eine Hochburg des Radrennsports. Unter seinen Schützlingen war auch Albert Richter. Nach der Machtergreifung floh der jüdische Berliner in die Niederlande, wo er sich im Widerstand engagierte und den Krieg überlebt. Schließlich wanderte er mit seiner Familie in die USA aus. Zeit seines Lebens versuchte er den Mord an Richter aufzuklären, reiste dafür wiederholt nach Köln zurück und erstattete 1966 Anzeige gegen Unbekannt. Die daraufhin aufgenommenen Ermittlungen wurden im Mai 1967 vorgeblich aus Mangel an Beweisen eingestellt.

Um dieser beiden herausragenden Persönlichkeiten zu gedenken soll das Radstadion in Köln Müngersdorf in “Albert-Richter-Radstadion” und ein Platz in unmittelbarer Nähe in “Ernst-Berliner-Platz” umbenannt werden.

Beide Benennungen sollen dann in einem besonderen Festakt zu Beginn der Deutschen Meisterschaften im Bahnradsport (24. bis 28. August 2021) der Öffentlichkeit und der Sportgemeinde übergeben werden.

Die Umsetzung erfolgt in zwei getrennten Vorgängen:

Die Benennung des Radstadions wird durch einen Bürgerantrag der Initiative an den Kölner Rat angeregt, die Umbenennung in  “Ernst-Berliner-Platz durch einen Antrag  der Bezirksvertretung Lindenthal, bereits vollzogen  am 1. Februar 2021. 

Damit die Initiative Erfolg hat, braucht es mindestens 5.000 Unterschriften. Da wir die Kampagne aus vollem Herzen unterstützen, bitten wir Euch, wenn auch ihr an der Petition teilnehmt. Ihr könnt sie hier unterschreiben. 

Vielen lieben Dank und MAKKABI CHAI!

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