Jewish Allstars

Eine Kooperation der MDJ mit JNF-KKL e. V.

WICHTIG: Aufgrund der vielen positiven Rückmeldungen wird die Spendenaktion bis zum 20.02.2021 verlängert!

Zur Kooperation

Die MDJ möchte in Kooperation mit JNF-KKL e.V. Bäume für die größten jüdischen Sterne des deutschen Sports pflanzen. Und dafür brauchen wir Deine Hilfe!

Wie kann ich einen Baum pflanzen? 
  1. Unten siehst Du für jeden Sportler eine eigene Box. Indem Du mit der Maus über das Bild gehst (oder auf dem Handy auf das Bild klickst), findest Du einen kleinen Textausschnitt der Biografie des Sportlers.
  2. Wenn Du zu Ehren dieser Sportler einen Baum pflanzen möchtest, klicke auf “Baum pflanzen”.
  3. Es öffnet sich nun ein Pop-up Fenster, in dem Du alle Informationen für Deine Spende erhältst. Um einen Baum zu pflanzen reicht eine Spende von lediglich 1.80€!
Ich möchte mehr als den Textausschnitt lesen. Wo finde ich den Rest?

Ganz unten findest Du den Button “Alle Sammelkarten”, über den Du dir alle Sammelkarten ansehen und herunterladen kannst!

Es gibt auch eine komplette Jewish Allstars Publikation!

Die Publikation ist eine Einführung in die Geschichte jüdischer Athletinnen und Athleten zwischen Kaiserreich und Nationalsozialismus. Sie besteht aus einem Text- und Sammelkartenteil und kann hier gekauft werden!

Sammelkarten

Aus: Jewish Allstars. Deutsche Sportidole zwischen Erfolg und Verfolgung
Herausgegeben von: Stephan Felsberg & Tim Köhler
Illustrationen: Thomas Gronle
Biographien: Martin Brand & Robert Kalimullin

1868-1941

Eine Zigarre im Mund, das linke Knie mit der Hand umfasst, der Gesichtsausdruck stoisch: Emanuel Lasker konnte seine Gegner am Brett zur Verzweiflung bringen. An seiner Mimik jedenfalls lässt sich nicht ablesen, ob die Stellung vorteilhaft für den Mann ist, der sich von 1894 bis 1921 Schachweltmeister nennen durfte. Ganze 27 Jahre – und damit länger als irgendjemand vor oder nach ihm – trug er den Titel. Wahrscheinlich analysiert das Genie gerade die Feinheiten der Partie, plant eine taktische Finesse. Möglicherweise erinnert er sich an einen sonnigen Tag am See in der Nähe seiner Heimatstadt Berlinchen (Neumark), wo sein großer Bruder mit den Füßen ein Schachspiel in den Sand malte...
Baum Pflanzen

1869-1942, 1875-1945

Fast hätten Alfred und sein Cousin Gustav Felix Flatow die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit verpasst. Beide zählen zu den erfolgreichsten Turnern ihrer Zeit. Doch in der Deutschen Turnerschaft gibt es damals erheblichen Widerstand gegen die Idee, Leibesübungen in einem sportlichen Wettkampf zu bewerten und einen Sieger zu küren. Und weil die nationalistisch gesinnte Deutsche Turnerschaft darüber hinaus ein internationales Sportfest der Völker ablehnt, boykottiert sie die Olympischen Spiele 1896 in Athen. Alfred und Gustav Felix Flatow fahren trotzdem nach Griechenland – und erringen mit einigen gleichgesinnten Berliner Turnern die Mannschafts-Olympiasiege am Barren und Reck...
Baum Pflanzen

1873-1934

Der Ball muss eigens aus der Schweiz importiert werden. Denn 1889 gilt Fußball in Deutschland noch als „englische Modetorheit“. Und als auch noch eine Fensterscheibe zu Bruch geht, droht Walther Bensemann als Initiator eines Pausenkicks vor der Schule gar Ärger mit dem Gesetz. Doch der Siegeszug des Sports von der Insel ist nicht aufzuhalten, und Bensemann, der auf einer englischen Schule in der Schweiz seinen Faible für alles Englische entdeckt hatte, ist einer seiner Pioniere in Deutschland. An der Gründung mehrerer Vereine, darunter den Vorläufern von Eintracht Frankfurt und Bayern München, ist er ebenso beteiligt wie an der Geburtsstunde des Deutschen Fußballbunds. Im Jahr 1920 gründet Bensemann die Fußball-Zeitschrift „Kicker“...
Baum Pflanzen

1889-1972

Am 1. Juli 1912 kurz nach 17 Uhr erlebt Gottfried Fuchs die Sternstunde seiner Fußballlaufbahn. Mit 16:0 fegt die deutsche Mannschaft das russische Team bei den Olympischen Spielen in Stockholm vom Platz. Fuchs erzielt in dieser Begegnung zehn Tore – bis heute ein einsamer Rekord. Keinem deutschen Nationalspieler nach ihm gelingt es, mehr Tore in einem Länderspiel zu schießen. Im offiziellen Bericht des Olympischen Komitees heißt es: „Russland war nicht in der Lage, ernsthaft Widerstand zu leisten, da die schnellen, schlagfertigen deutschen Stürmer die russische Abwehr [leicht] durchdrangen.“ ...
Baum Pflanzen

1892-1943(?)

Am 10. April 1933 informiert der „Sportbericht“, dass die süddeutschen Spitzenvereine beschlossen haben, ihre jüdischen Mitglieder auszuschließen. Erschüttert und „bewegten Herzens“ tritt Julius Hirsch daraufhin noch am selben Tag aus seinem „lieben Karlsruher FV“ aus – nach über 30 Jahren. Wie bitter muss dieser Moment für ihn gewesen sein! Ist er doch schon als 10-Jähriger dem Verein beigetreten, erringt mit ihm 1910 die einzige Deutsche Meisterschaft des Karlsruher FV, wird zum Nationalspieler und nimmt 1912 an den Olympischen Spielen in Stockholm teil. In dieser Zeit gilt Hirsch als einer der besten Fußballer Deutschlands...
Baum Pflanzen

1892-1945, 1894-1942

Bad Kreuznach – ein kleines Städtchen im Südwesten Deutschlands. Seit sieben Jahren ist Frieden im Land. Sportler sind die neuen Helden, vor allem die Ringer. Tausende jubeln ihnen bei ihren Wettkämpfen im Concordia-Saal zu. In diesem Jahr 1925 gewinnen Julius und Hermann Baruch zum ersten Mal die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft im Ringen. Bei ihrer Heimkehr werden sie und der Rest der Mannschaft mit einer Musikkapelle am Bahnhof abgeholt und auf den Schultern begeisterter Anhänger durch die Stadt getragen. Bereits ein Jahr zuvor sind die beiden Brüder Europameister geworden: Julius im Gewichtheben und Hermann als Ringer im griechisch-römischen Stil...
Baum Pflanzen

1898-1933

Mit 27 Jahren erreicht Nelly Neppach den Gipfel ihrer Tenniskarriere. Im Finale der Internationalen Deutschen Meisterschaften bezwingt sie 1925 die fünfmalige Turniersiegerin Ilse Friedleben. Sie gewinnt in dieser Saison acht von neun möglichen Meistertiteln und steht am Ende des Jahres gemeinsam mit ihrer Dauerrivalin Friedleben an der Spitze der nationalen Rangliste. In den Zeitungen wird Nelly Neppach zum Star. Doch dem reaktionären Deutschen Tennisbund missfällt das Auftreten der selbstbewussten Frau. Als sie es 1926 wagt, entgegen offizieller Verbandsvorgaben zu einem Turnier nach Frankreich zu fahren, erhält sie ein kurzfristiges Spielverbot...
Baum Pflanzen

1899-1942

Starthocke, die Hände auf der Aschenbahn, ein konzentrierter Blick nach vorn. Es ist Lilli Henoch – eine entschlossene junge Frau – die das Sammelbild der Greilinger Zigarettenfabrik ziert. „Vielseitige Leichtathletin Deutschlands und Titelhalterin im Kugelstoßen und Diskuswerfen“ steht auf der Rückseite. Zur Königin der Leichtathletik wird sie bei den Deutschen Meisterschaften 1924 in Stettin. Sie gewinnt das Kugelstoßen, das Diskuswerfen und den Weitsprung. Nur knapp verpasst sie den Titel über 100 Meter, siegt aber mit der 4 x100m-Staffel ihres Berliner-Sport-Clubs...
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1909-1984

Innerhalb weniger Wochen im Frühjahr 1933 bricht in Deutschland für jüdische Sportler eine Welt zusammen. Offener Antisemitismus, marodierende SA-Schlägertrupps und gegen Juden gerichtete Vereinsausschlüsse sind an der Tagesordnung. Das zwingt auch den deutschen Box-Meister im Mittelgewicht und Halbschwergewicht Erich Seelig Ende März 1933, einen Kampf um seine Titelverteidigung abzusagen. Die Karriere des im westpreußischen Bromberg geborenen Seelig hatte zuvor vielversprechend begonnen. Als 14-Jähriger tritt er mit seinen beiden Brüdern der neu gegründeten Boxabteilung von Tennis Borussia Berlin bei...
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1910-1975

Hitler ist begeistert. Von der Tribüne des Eisstadions in Garmisch-Partenkirchen verfolgt der Diktator, wie die deutsche Eishockey-Auswahl in einem kampfbetonten Spiel Ungarn mit 2:1 niederringt. Held des Tages ist Kapitän Rudi Ball, der trotz einer blutenden Wunde bis zum Abpfiff auf dem Eis bleibt. Jener Rudi Ball ist mehrfacher deutscher Meister, Spengler-Cup-Gewinner und bekannt als „Maler auf dem Eis“. Von seinen jüdischen Wurzeln wissen die wenigsten Zuschauer bei den Olympischen Winterspielen 1936 in Garmisch-Partenkirchen. Denn der deutschen Presse ist es untersagt, vom „Juden Ball“ zu schreiben...
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1910-1953

Mit gerade einmal vierzehn Jahren erkämpft sich die Schülerin Helene Mayer die Deutsche Meisterschaft im Florettfechten. Es ist der Beginn einer grandiosen Sportkarriere. Fünfmal verteidigt sie mühelos diesen Titel. Bei den Olympischen Spielen 1928 in Amsterdam schlägt sie die besten Fechterinnen der Welt und holt Gold. Sie gewinnt zwei Europameisterschaften, wird erste Fechtweltmeisterin und triumphiert acht Mal bei den US-amerikanischen Titelkämpfen. Das ist die sportliche Seite ihrer Lebensgeschichte – die politische ist weit komplizierter...
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1911-1976

Auf stolze 38,24 Meter wirft die 18-jährige Martha Jacob ihren Speer. Es fehlen nur 15 Zentimeter zum Weltrekord! Damit gewinnt sie 1929 völlig überraschend die Deutsche Meisterschaft. Wenige Tage später wird sie in die deutsche Nationalmannschaft für den Frauenländerkampf gegen Großbritannien berufen. Mit ihren athletischen Leistungen und ihrer aufgeschlossenen Art begeistert die ausgebildete Diplomsportlehrerin Jacob auch die Gegnerinnen, die sie daraufhin bitten, die britischen Leichtathletinnen auf die Olympischen Spiele 1932 in Los Angeles vorzubereiten...
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1914 - 2017

Margaret Bergmann-Lambert liebt ihr schmu - ckes Einfamilienhaus im New Yorker Stadtbezirk Queens und die Kirschbäume im Garten. Sie hat viel erreicht im Leben. Doch ein folgenschweres Ereignis vor fast 80 Jahren lässt sie nicht los. „Ich wurde um die Chance meines Lebens betrogen, nur weil ich als Jüdin geboren wurde.“ Rückblende: Bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin soll Gretel Bergmann – wie sie damals noch heißt – für die deutsche Mannschaft im Hochsprung antreten, obwohl sie in ihrer Heimat als Jüdin längst geächtet wird...
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1931 -2008

Es ist kein Spiel wie jedes andere bei der Basketball-Europameisterschaft 1985, als Israel Gastgeber Deutschland mit 94:88 bezwingt. Denn mit Ralph Klein steht an der Seitenlinie als Trainer für Deutschland ein gebürtiger Berliner, HolocaustÜberlebender und israelischer Staatsbürger. Als „Vater des israelischen Basketballs“ erinnert man sich heute in Jerusalem und Tel Aviv an Klein. Sein größter sportlicher Erfolg als Vereinstrainer ist 1977 der Triumph im Europapokal mit Maccabi Tel Aviv – für den noch jungen Staat Israel ein bedeutender Meilenstein...
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*1983

Athen im März 2000 – Kurzbahnweltmeisterschaften. Sarah Poewe schwimmt über 50 m und 100m Brust zum Sieg. Es sind ihre ersten Goldmedaillen auf internationaler Bühne. Wenige Monate später nimmt die 17-Jährige aus Kapstadt an den Olympischen Spielen in Sydney teil – und verpasst nur knapp das Podest. In ihrer südafrikanischen Heimat aber fehlt der aufstrebenden Schwimmerin die Konkurrenz und die finanzielle Unterstützung. Daher entscheidet sie sich, künftig für das Heimatland ihres Vaters an den Start zu gehen und wechselt zum Deutschen Schwimm-Verband. Schnell gehört sie zur Spitze der deutschen Schwimmerinnen und gewinnt in den folgenden zehn Jahren 17 deutsche Meistertitel...
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